1. Private Wohnungen in Kombination mit Pflegeleistungen

Für die Pflegebedürftigen, die in privaten Haushalten, jedoch nicht in speziell für ältere Menschen konzipierten Wohneinrichtungen leben, gibt es verschiedene Arten der Versorgung für den Fall der Hilfs- und Pflegebedürftigkeit.

Wohnen „zu Hause“ und Organisation der Pflegedienstleistung durch Angehörige sowie Freunde und Freundinnen

Hierbei handelt es sich um die am weitesten verbreitete Wohnform. Zum Teil wird die Wohnung durch bauliche bzw. gestalterische Veränderungen der verringerten Mobilität der Bewohner und Bewohnerinnen angepasst (z.B. Haltegriffe im Bad, Beseitigung von Türschwellen). Im Falle der Pflegebedürftigkeit erhalten die Bewohner bzw. Bewohnerinnen Pflegegeld.

Wohnen „zu Hause“ und Organisation der Pflege durch professionelle Dienstleister

Auch bei dieser Variante werden in den Wohnungen zum Teil bauliche Anpassungsmaßnahmen durchgeführt. Der Unterschied zu der oben genannten ersten Variante besteht nur darin, dass die Dienstleistungen von professionellen Dienstleistern erbracht werden bzw. in ergänzender Kombination mit informellen Dienstleistungen.

Wohnen „zu Hause“ und Organisation der Pflege im Quartiersbezug

Dabei initiieren Vermieter innovative Entwicklungen, um die älteren Bewohner und Bewohnerinnen als Mieter zu halten. So gibt es zum Beispiel Ansätze von Wohnungsunternehmen in Quartieren mit einem hohen Anteil älterer Menschen, bei denen ein „Pflegekern“ in die Nachbarschaft integriert wird (z.B. in einer Etage eines Wohnhauses), der die gesamte Nachbarschaft versorgt.